Zweites Vernetzungstreffen zur medizinischen Versorgung von PAIS- und ME/CFS-Betroffenen in OÖ
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Am 6. Februar 2026 fand – wie bereits angekündigt – unser zweites Vernetzungstreffen zur dringend notwendigen Verbesserung der medizinischen Versorgung von PAIS- und ME/CFS-Betroffenen in Oberösterreich statt. Gemeinsam mit Frau Landeshauptmann-Stellvertreterin und Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander durften wir zahlreiche Vertreter*innen aus Medizin, Politik und Interessensvertretungen im LDZ begrüßen.
Mit der Moderation wurde diesmal MMag. Dr. Magdalena Holztrattner, MA betraut. Wir danken ihr sehr für ihre einfühlsame und zugleich klare Haltung, mit der sie der Veranstaltung einen strukturierten Rahmen gab und den Fokus konsequent auf das zentrale Thema lenkte: die dringend notwendige medizinische Versorgung von PAIS- und ME/CFS-Betroffenen in Oberösterreich.
Impulse zur aktuellen Situation in Österreich
Mehrere kurze fachliche Impulse gaben einen kompakten Einblick in die aktuelle Situation der Versorgung von PAIS- und ME/CFS-Betroffenen in Österreich:
Dr. Corinna Geiger: Erfahrungen aus der von ihr gegründeten LONG COVID Online Klinik; Möglichkeiten und Grenzen telemedizinischer Versorgung
Rudi Anschober (We&Me Foundation): Überblick über Entwicklungen in anderen Bundesländern; Einordnung der Situation in Oberösterreich; Aufruf zu konkreten Schritten
Dr. Beate Biesenbach: Erfahrungen aus der Kinder-Reha Kokon Rohrbach; Bedarf an spezifischen Angeboten für Kinder und Jugendliche
Dr. Tilman Königswieser: Einblick in die bundesweite Arbeitsgruppe
Dr. Smolle (Steiermark): Vorstellung des kürzlich beschlossenen, detailliert ausgearbeiteten Versorgungskonzepts der Steiermark
Im Anschluss daran fokussierten sich die Diskussionen und Fragen gezielt auf die konkrete medizinische Versorgungssituation in Oberösterreich und auf mögliche nächste Schritte.
Austausch im Anschluss
Die vorgesehenen zwei Stunden vergingen wie im Flug. Im Anschluss bestand die Möglichkeit, bei einem kleinen Imbiss und Getränken – dankenswerterweise vom LDZ zur Verfügung gestellt – weitere Gespräche in persönlichen Begegnungen zu führen.
Konkrete Perspektiven für Oberösterreich
Ein zentrales Ergebnis der Veranstaltung ist die persönliche Zusicherung von Frau Christine Haberlander, dass Betroffeneninitiativen in die startende Erarbeitung eines Versorgungskonzepts eingebunden werden sollen, wozu es in den folgenden Wochen kommen sollte. Wir begrüßen dieses Signal ausdrücklich und warten gespannt auf die nächsten Schritte.
Wir danken allen Beteiligten für ihre Expertise, ihr Engagement und ihre Bereitschaft zum Dialog.
Zusätzlich ist es ein erfreuliches Zeichen, dass sowohl die SPÖ als auch die Grünen in Oberösterreich in der letzten Landtagssitzung am 29.1.2026 jeweils eigenständige Anträge zur Schaffung medizinischer Versorgungsstrukturen eingebracht haben und diese im Gesundheitsausschuss behandelt werden sollen.



