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Im Gespräch mit der Behindertenanwaltschaft: Bildung darf nicht an der Erkrankung scheitern

  • vor 7 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit


Am 31. Juli hatten wir die lang ersehnte Gelegenheit, mit der Behindertenanwältin Frau Mag. Christine Steger und ihrem Kollegen, Herrn Mag. Florian Slansky, in einem gemeinsamen Zoom-Meeting ins Gespräch zu kommen.


Dabei konnten wir ausführlich auf die schwierige Situation von Kindern und Jugendlichen mit ME/CFS eingehen – insbesondere im Hinblick auf ihre Bildungs- und Zukunftschancen.


Viele betroffene junge Menschen sind aufgrund ihrer schweren körperlichen Einschränkungen nicht oder nur sehr eingeschränkt in der Lage, eine Schule vor Ort zu besuchen. Damit greifen auch viele der bisher vorgesehenen ausgleichenden Maßnahmen zu kurz. Unterstützungsangebote, wie wir sie aus anderen Situationen kennen, setzen meist voraus, dass die Schülerinnen und Schüler zumindest grundsätzlich am Unterricht in der Schule teilnehmen können.

Genau diese Präsenz vor Ort ist bei ME/CFS jedoch häufig nicht möglich.


Für uns stellt sich daher eine zentrale Frage: Wie können diese Kinder und Jugendlichen ihr Recht auf Bildung tatsächlich wahrnehmen, wenn sie krankheitsbedingt nicht in die Schule kommen können?


Es braucht Bildungsangebote und rechtliche Rahmenbedingungen, die sich an der tatsächlichen Lebensrealität der Betroffenen orientieren. Dazu gehören individuelle, flexible und auch langfristig tragfähige Lösungen, die Bildung zu Hause, digitale Teilnahme sowie angepasste Lern- und Prüfungsformen ermöglichen.


Wir möchten uns bei Frau Mag. Steger und Herrn Mag. Slansky herzlich für das offene Gespräch und den zugesagten Einsatz für dieses wichtige Thema im Rahmen der Behindertenanwaltschaft bedanken.


Auch wenn uns bewusst ist, dass der Weg zu einer gerechteren Bildungssituation noch lang und anstrengend sein wird, werden wir nicht aufhören, uns für die Bildung und damit für die Zukunft betroffener junger Menschen einzusetzen.


Wir werden weiterhin an Türen klopfen, Gespräche suchen, auf bestehende Lücken aufmerksam machen und uns überall dort einbringen, wo Veränderungen möglich sind.

Denn auch schwer erkrankte Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Bildung, Teilhabe und Zukunft.

 
 
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