Einblick in unsere politische Arbeit
- 26. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 5 Tagen

Eigentlich hätten wir nie gedacht, dass wir einmal politische Arbeit machen würden, aber die unzureichende Versorgung von von PAIS, ME/CFS und Long Covid betroffenen Menschen macht es einfach nötig. Wir wollen heute aus aktuellem Anlass einen Einblick in unsere diesbezügliche Arbeit geben.
LHStv. Gesundheits- und Bildungslandesrätin Mag. Christine Haberlander
Bereits im Frühling 2025 haben wir LHStv. Mag. Haberlander in einem persönlichen Gespräch die Situation und den dringenden Bedarf rund um dieses Krankheitsbild nähergebracht und sie um Unterstützung bei der Entwicklung einer medizinischen Versorgung gebeten. Da zu diesem Zeitpunkt das Ministerium mit allen Gesundheitsreferent*innen in einer Arbeitsgruppe eine österreichweite Lösung entwickeln wollte, sagte sie uns klar, dass sie davor nichts starten möchte. Stattdessen bot sie uns ein Vernetzungstreffen mit verschiedenen Playern im Gesundheitssystem an und sicherte ihre Unterstützung zu, um hochrangige Personen dafür zu gewinnen.
Wir haben dieses Treffen am 06.Juni 2025 gemeinsam mit ihr als Teil der Betroffeneninitiative OÖ (https://www.ooe-mecfs.at/) veranstaltet, da es um alle Altersgruppen gehen sollte. Leider blieb das Treffen ergebnislos. Am 06.02.2026 fand ein zweiter Teil des Treffens statt, für den wir zahlreiche Redner*innen gewinnen konnten. So stellte bspw. Dr. Smolle z. B. das am Papier fertige und gut durchdachte Versorgungskonzept der Steiermark vor und Dr. Geiger die Online-Klinik. (Siehe eigener Post.)
Am 21.01. waren wir wieder zum persönlichen Gespräch bei Frau LHStv. Mag. Haberlander und haben ihr unser Säulenpapier mit Forderungen übergeben und sie erneut persönlich zum Handeln ersucht. Eine österreichweite Lösung ist immer noch unklar; mittlerweile beginnen alle Bundesländer außer OÖ und Kärnten mit individuellen Konzepten, Projekten oder zumindest Konzeptionsphasen. Für uns ist es schwer zu akzeptieren, dass unser intensives Engagement hier noch zu keinen Früchten führt.
Vernetzung mit anderen Organisationen
Um politisch stärker auftreten zu können, haben wir uns entschieden, uns mit allen OÖ-Initiativen zu vernetzen. So haben wir uns mit der Betroffeneninitiative OÖ (https://www.ooe-mecfs.at/) und von „Nimmer allein“ zusammengetan (https://www.nimmerallein.at/). Gemeinsam haben wir ein Säulenpapier entwickelt. Dieses haben wir am 21.01. nicht nur Frau LHStv. Mag. Haberlander übergeben, sondern heute, am 26.02., auch allen Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses, der heute tagt, zur Verfügung gestellt – mit der Bitte um Weitergabe an ihre Abgeordneten. (Unter diesem Beitrag findet ihr ein PDF mit der Variante für die Abgeordneten zum Lesen.)
Andere Parteien / Zuständige
Im Herbst 2025 haben wir alle Parteien in OÖ angeschrieben. Die Grünen OÖ und die SPÖ OÖ haben uns gleich zu Gesprächen eingeladen. Diese verliefen sehr positiv und interessiert; man hat uns Unterstützung zugesagt. Wir werten es als erfreuliches Zeichen, dass in der Landtagssitzung am 29.01.2026 sowohl die SPÖ als auch die Grünen in Oberösterreich jeweils eigenständige Anträge zur Schaffung medizinischer Versorgungsstrukturen eingebracht haben und diese nun im Gesundheitsausschuss behandelt werden.
Vor allem der Antrag der SPÖ war sehr konkret – mit der Idee, in Rohrbach beim „kokon“ eine eigene Krankenanstalt für PAIS zu gründen und mit dem dortigen Reha-Know-how zu verbinden. Am 24.02. gab es zudem ein sehr gutes Treffen mit den NEOS OÖ, die uns ebenfalls ihre Unterstützung zugesagt haben. Wir werden auch an den anderen Parteien dranbleiben! Im Sinne der Sache wäre uns eine gemeinsame, überparteiliche Lösung sehr wichtig. Es geht hier um Menschenleben und um die Zukunft unserer Kinder!



